Presse

Suppe&Mucke 2011

Am Samstag, den 20. August 2011 kocht der Kiez! Auf 550m Straße lädt das dritte Friedrichshainer Suppenfestival in der Sonntag-, Holtei- und Gryphiusstraße alle Interessierten, Feinschmecker, Aktivisten und künstlerisch Begabten auf eine musikalisch-kulinarische Weltreise.

An über 70 Ständen stellen Projekte, Vereine und Initiativen aus dem kulturellen, sozialen und politischen Bereich ihre Arbeit vor und laden die Besucher zum Kosten ihrer Suppenkreationen ein. Unzählige lokale aber auch internationale Künstler aller Stilrichtungen erhalten auf vier großen und einigen dezentralen Bühnen die Möglichkeit ihr Programm einem breiten Publikum zu präsentieren.

Nach dem großen Erfolg in 2010 mit 8.000-10.000 Besuchern und 80 Suppenkreationen, die zusammen mehr als 1500 Liter kostenloser Suppe ergaben, wollen wir Suppe&Mucke im dritten Jahr als musikalisch-kulinarische Kulturinstitution von berlinweiter Bedeutung etablieren.

Suppe&Mucke versteht sich als Aufruf an alle Menschen, aufeinander zuzugehen, voneinander zu lernen, und sich zu vernetzen, um zusammen ihre Umwelt zu gestalten. Suppe und Musik als kleinste gemeinsame Nenner schaffen dabei eine Verbindung zwischen Menschen verschiedenster kultureller und sozialer Herkunft und bieten so dem Austausch von Meinungen und Ansichten eine Plattform. Das Fest ist ein Ort der Begegnung und Kommunikation. Suppe&Mucke lebt gemeinschaftliches Engagement.

Suppe&Mucke wird getragen von einem stetig wachsenden Netzwerk sozio-kultureller und politischer Projekte, Vereine, Initiativen und Einzelpersonen. Neben einem bunt gemischtem ehrenamtlichen Kernorganisationsteam bestehend aus 15-20 Menschen, tragen mehr als 50 weitere Projekte, Vereine und Initiativen durch Mitarbeit, Infrastruktur und Material zum gelingen des Festes bei. Am Festtag engagieren sich über 150 Freiwillige.

Formal-rechtlich wird das Fest seit 2010 vom gemeinnützigen Suppe&Mucke e.V. getragen. “Suppentopf Kiez”: Von Beginn an war das Kinderprojekt “Suppentopf Kiez” ein wichtiger Bestandteil von Suppe&Mucke. In Kooperation mit Schulen, Elternvereinen und Jugendeinrichtungen erhalten Kinder zwischen 10 und 14 Jahren im Rahmen von Ferienworkshops und bei der Gestaltung des Kindersuppenfestes die Möglichkeit sich kreativ in die Entstehung von Suppe&Mucke einzubringen. Bereits zu dritten Mal gestalten dabei Kinder das Kochbuch “Friedrichshainer Suppenküche”, in dem die beteiligten Projekte mit ihren leckeren Suppenrezepten verewigt werden.

Auf einer Diskussionsplattform, dem Beteiligungsforum, informieren verschieden Initiativen aus dem Kiez über aktuelle Entwicklungen und Probleme der örtlichen Stadtentwicklung. Es wird mit den Besucher diskutiert und gemalt und es werden Möglichkeiten der politishcen Partizipation aufgezeigt.

Es geht darum den Kiez und die Umwelt gemeinsam und nachhaltig zu gestalten und vor diesem Hintergrund ein buntes Fest zu feiern. Menschen sind eingeladen mitzumachen, mitzukochen und mitzufeiern.

Kontakt:

Mail: Presse@Suppeundmucke.de; info@suppeundmucke.de

Telefon: 0176 70 44 18 36

Suppe und Mucke – Rundfunk Berlin Brandenburg

zuhause in Berlin und Brandenburg: Suppe und Mucke

Unter dem Motto „support your kiez” lädt bereits zum zweiten Mal der Friedrichshainer Verein Suppe&Mucke e.V. zum Kiezfest ein. In diesem Jahr trifft man sich in der Samariter- und Schreinerstraße.

Hier gehts zum Video

Quelle: RBB

siehe auch: ARD Mediathek


Zur Sendungsvorschau  “zuhause in Berlin und Brandenburg”:

Suppe & Mucke” in Friedrichshain

Kiez-Liebe geht manchmal durch den Magen und ins Ohr: der Friedrichshainer Verein „Suppe & Mucke“ lädt zum zweiten Mal zum Stadtteil-Fest ein. 4000 Menschen sind im letzten Jahr zum kostenlosen Suppe essen, Musik hören, Theater schauen und Kinderspaß gekommen. Der Verein, das sind junge Leute aus Friedrichshain, die zeigen wollen, was bereits jetzt durch ehrenamtliche Arbeit entstanden ist – und wo es noch fehlt.

Quelle: RBB

Straßenfest in Friedrichshain: Die Suppe als politischer Magnet – taz

Von Svenja Bergt

Auf einem Straßenfest in Friedrichshain geht es um das Miteinander im Kiez, ehrenamtliches Engagement und die Vernetzung von lokalen Initiativen. Das Fest ist gut besucht. Doch bei so manchem der Anwesenden kommt die Suppe besser an als die Politik. Auf einem Straßenfest in Friedrichshain geht es um das Miteinander im Kiez, ehrenamtliches Engagement und die Vernetzung von lokalen Initiativen. Das Fest ist gut besucht. Doch bei so manchem der Anwesenden kommt die Suppe besser an als die Politik.

Der metallene Kochtopf ist schon leicht verbeult, aber zumindest groß. Mehrere Dutzend Liter Suppe werden dort hineinpassen, wie viel genau, das weiß selbst der Koch nicht. “Ich mache das heute alles aus dem Bauch heraus”, sagt Matthias Barthmann.

Barthmann ist Leiter des Kinderprojekts Die Nische im Stralauer Kiez. Dass er mit einem überdimensionierten Kochtopf und zwei Kisten voller Gemüse in einer improvisierten Großküche auf einem Hinterhof in Friedrichshain steht, verdankt er den Organisatoren des Straßenfestes “Suppe und Mucke”. Das Fest soll, so die Idee der Macher, den Zusammenhalt im Kiez festigen, zu ehrenamtlichem Engagement ermuntern und Initiativen vernetzen. “Soupport your Kiez” steht deshalb an dem improvisierten Kochzelt.

Die Linsen hat Barthmann schon in den Topf gekippt und mit Wasser bedeckt, sodass sie quellen können. Nun schneidet er mit zwei Helfern Lauch, Zwiebeln und Zucchini und schält einen Berg an Kartoffeln. “Wichtig ist, dass kein sehr wasserhaltiges Gemüse dazukommt wie Tomaten oder Paprika”, sagt er. Während er Kartoffel um Kartoffel von der Schale befreit, dichtet eine junge Frau das Zelt mit Frischhaltefolie ab: Gerade hat ein Mann vom Lebensmittelaufsichtsamt vorbeigeschaut und bemängelt, dass Dreck durch die Ritzen und in die Suppen fliegen könnte. “Neunmal geht das gut und beim zehnten Mal wird dann doch eine Suppe kontaminiert”, hat er gesagt. Und angekündigt, in zwei Stunden noch mal zu kommen.

Angelika, Köchin im RAW-Tempel, steht neben dem Zelt und raucht. “Friedrichshain ist gerade im Umbruch, die Mieten ziehen an, Kulturprojekte sind gefährdet”, sagt sie. Daher sei es wichtig, die Leute zusammenzubringen, Kontakte zu knüpfen, sich gegenseitig zu unterstützen – damit im Ernstfall Unterstützer zum Beispiel für den Erhalt eines Projekts auf die Straße gehen. Auch Matthias Barthmann meint: “Unsere Einrichtung hat zwar seit 20 Jahren guten Zulauf, doch wir haben nur eine Stelle. Und aus einer Stelle kann ganz schnell keine Stelle werden.”

Nicht alle der rund 60 Initiativen, die am Samstag auf der Schreiner- und Samariterstraße in Friedrichshain stehen, haben überhaupt eine öffentliche Förderung. Die Aktivisten von Mediaspree entern sind dabei, Mitstreiter des bevorstehenden Intersquat-Festivals und das Tacheles, das seit mehreren Wochen die Räumung befürchtet. Allen geht es darum, Präsenz zu zeigen, auf das eigene Anliegen aufmerksam zu machen, im besten Fall neue Mitstreiter zu finden. Die kostenlosen Suppen wirken da wie Magnete: Wer erst einmal an einem Stand ist, um sich seinen Teller vollschöpfen zu lassen, nimmt vielleicht auch noch einen Flyer mit oder wirft etwas Geld in die Spendendose.

Am Stand von Barthmanns Linsensuppe steht eine Menschentraube: Wie es immer so ist, wenn sich irgendwo erst eine Schlange bildet, stellen sich die Vorbeikommenden automatisch an. Der Geruch nach Linsen mit einem Hauch Zimt der auf kleiner Flamme köchelnden Suppe passt zu den Duftwolken des Kartoffeleintopfs, die vom Stand schräg gegenüber über die Straße wehen. Viel Zimt, viel Honig, viel Chili, das hatte Barthmann beim Kochen gesagt, müsse in die Suppe. Sein Rezept geht auf: Schon zwei Stunden nach Beginn des Fests ist der Großteil der Suppe aufgegessen.

Doch nicht immer klappt es, die Besucher über die Suppe hinaus zu begeistern. “Keine Ahnung, was das für ein Stand war, von dem die Suppe jetzt kommt”, sagt eine junge Frau und dreht sich in Richtung des Topfes um. Ihre Freundin kann sich zwar noch an die letzten beiden Suppen und einen Künstler auf einer der Bühnen erinnern – an die Initiativen, die die Suppe ausschenkten, jedoch nicht mehr.

Eine Straße weiter, am Stand des Nachbarschaftsgartens “Rosa Rose”, scheint das besser zu funktionieren. Bei Chili con carne mit Ananas bringen Shermin und Georg Pflanzen und Ideen unter die Besucher. “Suppe schafft immer gleich ein warmes Verhältnis”, sagt Georg. Nach ihrem Umzug suchen die Gärtner noch Mitstreiter für das Pflanzen am neuen Standort. “Ich glaube, hier sind schon viele interessierte Leute”, sagt Shermin.

Als am frühen Abend die Töpfe leer sind, sammeln sich die Festbesucher vor den Bühnen. Die Musik wird lauter, die zahlreichen Eltern mit kleinen Kindern gehen nach Hause. Am Stand der Nische ist das Gas abgedreht, die Spendenkasse eingepackt. Nur noch auf dem Bordstein stehen einsam ein paar leere Suppenschalen.

Am 6. September 2010  erschienen bei: die tageszeitung

Artikel als PDF: S&M_Pressespiegel_TAZ

Suppen für den Kiez – Neues Deutschland

Samariter-Kiez lädt zu Fest, Musik und Paraden

Von Katja Herzberg

In Friedrichshain findet am Samstag zum zweiten Mal das unkommerzielle Straßenfest »Suppe & Mucke« statt. Unter dem Motto »Support your Kiez« (»Unterstütze deinen Kiez«) werden in der Samariter- und Schreinerstraße an einer 200 Meter langen Tafel kostenlos Suppen verteilt. Daneben treten zwischen 14 und 22 Uhr Bands, Kleinkünstler und Akrobaten auf vier Bühnen auf. Das Suppenfestival wird zusätzlich von drei Paraden begleitet, die durch die anliegenden Straßen im Kiez ziehen. Damit sollen der Erhalt der Jugendarbeit und kultureller Freiräume gefordert und steigende Mieten im Bezirk angeprangert werden.

Außerdem stellt sich eine Vielzahl von Initiativen und Projekten aus dem Samariter-Kiez an 60 Ständen vor. Mit einem Kinderprogramm auf dem Drachenspielplatz soll Suppe & Mucke auch ein Familienfest sein. Insgesamt 160 Menschen betreuen ehrenamtlich das Straßenfest, zu dessen Organisation sich erst im August der Verein »Suppe & Mucke e.V.« gegründet hat. Die Idee zum Suppenfest stamme aus Frankreich, wie der Organisator Jens Rippel erzählt. »Es geht darum, die Nachbarschaft und den Kiez zusammenzubringen«, erklärt Rippel, »und die Suppe nutzen wir als Medium, das jeder kennt.« Nachdem im vergangenen Jahr bereits 4000 Besucher in die Schreinerstraße kamen, sollte die Organisation beim diesjährigen Straßenfest noch besser koordiniert werden. Um die Verantwortung zu bündeln, sei daher ein Verein eingetragen worden. Er bestehe aus Personen, die seit längerem in verschiedenen Zusammenhängen aktiv seien. »Im Verein sollen aber keine Organisationen dominieren, sondern Einzelpersonen entscheiden«, erläutert Rippel. Jeder solle das Fest mitgestalten können. So wird ein Stand als »Arbeitsamt« eingerichtet, bei dem sich jeder melden kann, der noch am Samstag mithelfen möchte.

An den vielen anderen Ständen stellen sich Einrichtungen der Jugendarbeit wie »outreach«, Projekte der Freiraum-Bewegung wie der Fischladen und der RAW-Tempel vor. Auch Bürgerinitiativen und Kiez-Vereine, die Antifa Friedrichshain und bekannte Organisationen wie Greenpeace und Attac beteiligen sich am Straßenfest. Rippel betont: »Das Fest selbst ist nicht politisch, aber die Leute sind es, die es mit Leben füllen.«

Obwohl das Suppenfestival als Kiezveranstaltung begonnen wurde, beteiligen sich in diesem Jahr auch Organisationen, die nicht in der Nachbarschaft ansässig sind. So ist das räumungsbedrohte Kunsthaus »Tacheles« Thema einer der drei Paraden. Henning Gruner von der Gruppe Tacheles wohnt selbst in Friedrichshain. »Es geht darum, nach den Megaspree-Protesten die gegenseitige Unterstützung fortzusetzen«, sagt Gruner.

Wie wichtig diese Offenheit für das Fest ist, erklärt Rippel: »Wir wollen keinen Lokalpatriotismus vermitteln, sondern zeigen, wie viele unkommerzielle Projekte es gibt.« Dazu wolle man auch über die Samariter- und Schreinerstraße hinauskommen. Ziel der Organisatoren von Suppe & Mucke ist eine große Vielfalt statt einer Hauptattraktion. »So wird jeder mit einem anderen Fest im Kopf nach Hause gehen«, hofft Rippel.

www.suppeundmucke.de

Am 3. September 2010 erschienen bei: Neues Deutschland

Artikel als PDF: S&M_Pressespiegel_NeuesDeutschland


Suppe auslöffeln – TAZ

Suppe auslöffeln

Lust auf hawaiianische Kokos-Ingwer-Karotten-Suppe? Andalusische Gazpacho? Oder doch lieber klassische Soljanka? Das “Suppe & Mucke”-Straßenfest in Friedrichshain schenkt am Samstag rund 60 Suppen an einer 200 Meter langen Tafel aus – für lau. Dazu gibt’s Musik und Stände sämtlicher Kiezprojekte. Wo: Samariter- und Schreinerstraße, 14 bis 22 Uhr.

Am 04.September 2010 erschienen bei: die tageszeitung

Straßenfest: Suppe und Mucke in Friedrichshain – Der Tagesspiegel

Am heutigen Sonnabend wird das Friedrichshainer Straßenfest: “Suppe und Mucke” gefeiert.

Von Ewa Kalwa.

Lauch und Käse, Kürbis, Gurken-Kaltschale oder Linseneintopf: Suppenvarianten gibt es fast so viele, wie es Menschen gibt. „Suppe verbindet uns alle“, sagt Jens Rippel, Gründer des Friedrichshainer Straßenfestes „Suppe und Mucke“, das am heutigen Sonnabend gefeiert wird.

An etwa 60 Ständen wird auf rund 650 Metern Suppe ausgeschenkt – kostenlos. Dazu gibt es zwischen 14 und 22 Uhr auf drei Bühnen Musik und auf einer vierten Theater und Tanz. Die Stände können von Privatleuten gemietet werden, solange sie mindestens zehn Liter Suppe anbieten. Das Straßenfest nutzen auch viele alternative Projekte, um sich und ihre Arbeit zu präsentieren – in diesem Jahr unter anderem der RAW-Tempel, das Tacheles und Radio Multicult 2.0, der Nachfolger des RBB-Programms Radio Multikulti.

„Unsere Idee war es, ein nichtkommerzielles Straßenfest zu organisieren, das die Menschen animiert, sich zu engagieren, Lebenswelten neu zu gestalten“, sagt Rippel. Die Idee zum Suppenfestival hatten der 26-Jährige und sein Freund Charlie Braxein Silvester 2008. Einige Jahre zuvor hatten sie bei der Kreuzberger „Fête de la soup“ mitgeholfen – und waren begeistert: „Auch wir wollten dann mal so etwas Größenwahnsinniges tun.“

Die Premiere von „Suppe und Mucke“ 2009 hat „riesigen Spaß gemacht“, sagt Rippel – auch wenn noch alles recht provisorisch war. Nun bringt das 15-köpfige Organisationsteam schon mehr Erfahrung mit. Dass das Fest wieder ein Erfolg wird, davon sind die Organisatoren überzeugt. 4000 Menschen kamen 2009, jetzt rechnen die Veranstalter mit bis zu doppelt so vielen. Wer aus möglichst vielen Töpfen probieren möchte, sollte allerdings früh kommen: Letztes Jahr waren die rund 600 Liter Suppe innerhalb von zweieinhalb Stunden ausgelöffelt. Braxein ist aber optimistisch: „Wir werden so organisieren, dass es möglichst bis 20 Uhr Suppe gibt.“

4.9., 14-22 Uhr, Samariter- und Schreinerstraße, Friedrichshain.
Weitere Infos auf www.suppeundmucke.de.


Am 5.9.2010 erschienen bei: Der Tagesspiegel

Artikel als PDF: S&M Pressespiegel_Tagesspiegel

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Suppen-Kochbuch 2009 vom Berlin Friedrichshainer Suppen-Straßenfest

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