Artikel-Schlagworte: „Straßenfest“
Suppen für den Kiez – Neues Deutschland
Samariter-Kiez lädt zu Fest, Musik und Paraden
Von Katja Herzberg
In Friedrichshain findet am Samstag zum zweiten Mal das unkommerzielle Straßenfest »Suppe & Mucke« statt. Unter dem Motto »Support your Kiez« (»Unterstütze deinen Kiez«) werden in der Samariter- und Schreinerstraße an einer 200 Meter langen Tafel kostenlos Suppen verteilt. Daneben treten zwischen 14 und 22 Uhr Bands, Kleinkünstler und Akrobaten auf vier Bühnen auf. Das Suppenfestival wird zusätzlich von drei Paraden begleitet, die durch die anliegenden Straßen im Kiez ziehen. Damit sollen der Erhalt der Jugendarbeit und kultureller Freiräume gefordert und steigende Mieten im Bezirk angeprangert werden.
Außerdem stellt sich eine Vielzahl von Initiativen und Projekten aus dem Samariter-Kiez an 60 Ständen vor. Mit einem Kinderprogramm auf dem Drachenspielplatz soll Suppe & Mucke auch ein Familienfest sein. Insgesamt 160 Menschen betreuen ehrenamtlich das Straßenfest, zu dessen Organisation sich erst im August der Verein »Suppe & Mucke e.V.« gegründet hat. Die Idee zum Suppenfest stamme aus Frankreich, wie der Organisator Jens Rippel erzählt. »Es geht darum, die Nachbarschaft und den Kiez zusammenzubringen«, erklärt Rippel, »und die Suppe nutzen wir als Medium, das jeder kennt.« Nachdem im vergangenen Jahr bereits 4000 Besucher in die Schreinerstraße kamen, sollte die Organisation beim diesjährigen Straßenfest noch besser koordiniert werden. Um die Verantwortung zu bündeln, sei daher ein Verein eingetragen worden. Er bestehe aus Personen, die seit längerem in verschiedenen Zusammenhängen aktiv seien. »Im Verein sollen aber keine Organisationen dominieren, sondern Einzelpersonen entscheiden«, erläutert Rippel. Jeder solle das Fest mitgestalten können. So wird ein Stand als »Arbeitsamt« eingerichtet, bei dem sich jeder melden kann, der noch am Samstag mithelfen möchte.
An den vielen anderen Ständen stellen sich Einrichtungen der Jugendarbeit wie »outreach«, Projekte der Freiraum-Bewegung wie der Fischladen und der RAW-Tempel vor. Auch Bürgerinitiativen und Kiez-Vereine, die Antifa Friedrichshain und bekannte Organisationen wie Greenpeace und Attac beteiligen sich am Straßenfest. Rippel betont: »Das Fest selbst ist nicht politisch, aber die Leute sind es, die es mit Leben füllen.«
Obwohl das Suppenfestival als Kiezveranstaltung begonnen wurde, beteiligen sich in diesem Jahr auch Organisationen, die nicht in der Nachbarschaft ansässig sind. So ist das räumungsbedrohte Kunsthaus »Tacheles« Thema einer der drei Paraden. Henning Gruner von der Gruppe Tacheles wohnt selbst in Friedrichshain. »Es geht darum, nach den Megaspree-Protesten die gegenseitige Unterstützung fortzusetzen«, sagt Gruner.
Wie wichtig diese Offenheit für das Fest ist, erklärt Rippel: »Wir wollen keinen Lokalpatriotismus vermitteln, sondern zeigen, wie viele unkommerzielle Projekte es gibt.« Dazu wolle man auch über die Samariter- und Schreinerstraße hinauskommen. Ziel der Organisatoren von Suppe & Mucke ist eine große Vielfalt statt einer Hauptattraktion. »So wird jeder mit einem anderen Fest im Kopf nach Hause gehen«, hofft Rippel.
Am 3. September 2010 erschienen bei: Neues Deutschland
Artikel als PDF: S&M_Pressespiegel_NeuesDeutschland
Suppe auslöffeln – TAZ
Suppe auslöffeln
Lust auf hawaiianische Kokos-Ingwer-Karotten-Suppe? Andalusische Gazpacho? Oder doch lieber klassische Soljanka? Das “Suppe & Mucke”-Straßenfest in Friedrichshain schenkt am Samstag rund 60 Suppen an einer 200 Meter langen Tafel aus – für lau. Dazu gibt’s Musik und Stände sämtlicher Kiezprojekte. Wo: Samariter- und Schreinerstraße, 14 bis 22 Uhr.
Am 04.September 2010 erschienen bei: die tageszeitung
Straßenfest: Suppe und Mucke in Friedrichshain – Der Tagesspiegel
Am heutigen Sonnabend wird das Friedrichshainer Straßenfest: “Suppe und Mucke” gefeiert.
Von Ewa Kalwa.
Lauch und Käse, Kürbis, Gurken-Kaltschale oder Linseneintopf: Suppenvarianten gibt es fast so viele, wie es Menschen gibt. „Suppe verbindet uns alle“, sagt Jens Rippel, Gründer des Friedrichshainer Straßenfestes „Suppe und Mucke“, das am heutigen Sonnabend gefeiert wird.
An etwa 60 Ständen wird auf rund 650 Metern Suppe ausgeschenkt – kostenlos. Dazu gibt es zwischen 14 und 22 Uhr auf drei Bühnen Musik und auf einer vierten Theater und Tanz. Die Stände können von Privatleuten gemietet werden, solange sie mindestens zehn Liter Suppe anbieten. Das Straßenfest nutzen auch viele alternative Projekte, um sich und ihre Arbeit zu präsentieren – in diesem Jahr unter anderem der RAW-Tempel, das Tacheles und Radio Multicult 2.0, der Nachfolger des RBB-Programms Radio Multikulti.
„Unsere Idee war es, ein nichtkommerzielles Straßenfest zu organisieren, das die Menschen animiert, sich zu engagieren, Lebenswelten neu zu gestalten“, sagt Rippel. Die Idee zum Suppenfestival hatten der 26-Jährige und sein Freund Charlie Braxein Silvester 2008. Einige Jahre zuvor hatten sie bei der Kreuzberger „Fête de la soup“ mitgeholfen – und waren begeistert: „Auch wir wollten dann mal so etwas Größenwahnsinniges tun.“
Die Premiere von „Suppe und Mucke“ 2009 hat „riesigen Spaß gemacht“, sagt Rippel – auch wenn noch alles recht provisorisch war. Nun bringt das 15-köpfige Organisationsteam schon mehr Erfahrung mit. Dass das Fest wieder ein Erfolg wird, davon sind die Organisatoren überzeugt. 4000 Menschen kamen 2009, jetzt rechnen die Veranstalter mit bis zu doppelt so vielen. Wer aus möglichst vielen Töpfen probieren möchte, sollte allerdings früh kommen: Letztes Jahr waren die rund 600 Liter Suppe innerhalb von zweieinhalb Stunden ausgelöffelt. Braxein ist aber optimistisch: „Wir werden so organisieren, dass es möglichst bis 20 Uhr Suppe gibt.“
4.9., 14-22 Uhr, Samariter- und Schreinerstraße, Friedrichshain.
Weitere Infos auf www.suppeundmucke.de.
Am 5.9.2010 erschienen bei: Der Tagesspiegel
Artikel als PDF: S&M Pressespiegel_Tagesspiegel
Suppe & Mucke: Der Kiez kocht – zitty
Von Martin Schwarzbeck
Die Suppe gemeinsam auslöffeln und darüber ins Gespräch geraten – das ist das Konzept des Friedrichshainer Straßenfestes „Suppe & Mucke“. Die Suppe ist kostenlos, die 200 Helfer arbeiten ehrenamtlich, die 24 Bands aus allen möglichen Musikrichtungen von Swing über Rap bis Punk spielen auf den fünf Bühnen ohne Gage. Dazu gibt es Theater, Akrobatik, Stummfilme, Feuershow, Kinderschminken, „einen ganzen Kosmos aus tausend kleinen Sachen zum Entdecken“, sagt Mitveranstalter Jens Rippel. Die Idee zu „Suppe & Mucke“ stammt aus der französischen Stadt Ville. „La Louche d’or“ – die goldene Suppenkelle – heißt die Initiative dort, es gibt sie seit 25 Jahren. Inzwischen sind schon mehrere europäische Städte dabei und feiern die Suppe in all ihren Variationen, von Soljanka bis Gazpacho. Mindestens 1.500 Liter wolle man diesmal in Berlin austeilen, sagt Rippel. Eine 100 Meter lange Tafel steht bereit. Mit der Aktion wollen die Initiatoren auch Anderen Mut machen, selbst aktiv zu werden. „Man muss nur verrückt genug sein, dann ist so viel möglich“, sagt Rippel.
Erschienen am 2. September 2010 auf Zitty.de
Straßenfest „Suppe und Mucke“ – xhain.info
Das Straßenfest „Suppe und Mucke“ findet am 04. September 2010 zum zweiten Mal in Friedrichshain statt. Unter dem Motto „support your kiez“ werden dem Besucher kostenlose Suppen serviert und Musik und Theater präsentiert. Um 14 Uhr wird das Straßenfest in der Samariter- und der Schreinerstraße eröffnet.
Erschienen auf xhain.info Informationsportal für den Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg
Ein Tag nach Suppe&Mucke 2010: Danke!
Suppe&Mucke 2010: Das warn an die 1.500 Liter Suppe, 65 Projekte, die ihre Arbeit vorgestellt haben und viel viel Mucke…
Es waren 8.000-10.000 Besucher und Besucherinnen auf dem Suppenfest, danke für Euer Kommen und diesen großartigen Tag!
Ein Riesendank an alle Unterstützer und Unterstützerinnen, Helfer und Helferinnen, Bands, Künstler und Künstlerinnen, private Soupporter und Organisationen sowie Initiativen, die Suppe&Mucke möglich gemacht haben! Ihr wart super!
Wie fandet Ihr Suppe&Mucke? Was fandet ihr gut, was hat Euch nicht so gefallen? Gebt uns Feedback und schreibt einen Kommentar oder eine Mail an info@suppeundmucke.de. Wir freuen uns über jegliche Post.
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Einen ausführlicheren Rückblick könnt ihr hier in den nächsten Tagen lesen. Fürs erste heißts für uns nochmal anpacken und aufräumen. =)
Nochmals vielen Dank und einen guten Wochenstart,
Eure Suppencrew
P.S. Die Knipse-Ausstellung wird im Oktober im Vetomat stattfinden. Genaueres geben wir zu gegebener Zeit bekannt.




